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Darum lässt Dich ein Luftreiniger besser schlafen  

Eine schlechte Luftqualität ist nicht nur ungesund, sondern kann auch Ursache für Schlafstörungen sein. Besonders davon betroffen sind Allergiker, zum Beispiel bei einer Hausstauballergie (in diesem Fall übernimmt teilweise die Krankenkasse die Kosten für den Luftreiniger). Aber es tummeln sich neben Kleinstpartikeln auch zahlreiche Schadstoffe in Wohnräumen, sodass grundsätzlich jeder von einer besseren Luftqualität profitiert. In diesem Beitrag will ich erklären, weswegen ein Luftreiniger Dich nicht nur besser schlafen lässt. 

Luftreiniger Schlafen

Wodurch wird die Luftqualität schlecht?

Luftverschmutzung ist weit gefächerter Bereich, welcher auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen ist. An erster Stelle werden hier Luftverschmutzungen durch Industrie und Straßenverkehr genannt. Seitdem das bekannt ist wird mit immer strengeren Emissionsgesetzen versucht die Luftverschmutzung zu reduzieren. Die Industrie gilt zum Beispiel als Verursacher für Feinstaub, Schwefeldioxid und Kohlendioxid. Kohlendioxid wir aber auch in großen Mengen im Straßenverkehr produziert. 

Besonders in Großstädten sind die Luftbelastungen sehr hoch. Aber selbst in der eigenen Wohnung ist man deswegen nicht in „Sicherheit“ vor den Luftbelastungen. Auch in der Wohnung ist die Luftqualität häufig sehr schlecht, meistens sogar noch schlechter als an der Außenluft. Denn die Außenluft dringt mit ihren Luftbelastungen auch in die Wohnräume ein. Zudem gibt es aber auch eine Reihe von Schadstoffen, welche auch in der Wohnung vorkommen. Möbel, Teppiche oder Farben gasen zum Teil chemische Schadstoffe aus, welche sich in geschlossenen Wohnräumen konzentrieren.

Ein guter Luftreiniger lässt also jeden bei einer besseren Luftqualität auch besser schlafen. Dabei gibt es jedoch Unterschiede zwischen den im Handel angebotenen Luftreinigungsgeräten. Auch was aus der Luft herausgefiltert wird ist sehr unterschiedlich. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Luftreinigungsgeräten, wobei es auch zu Kombinationen der Geräte kommen kann.

Luftqualität Schlaf

Eine gute Luftqualität wird sich merklich positiv auf deinen Schlaf auswirken.

Luftreiniger mit Filter

Wie sehr sich die Luftqualität durch einen Luftreiniger verbessert, ist zu einem großen Faktor von der Filtertechnik abhängig. Umso kleinere Partikel ausgefiltert werden, umso besser wird die Luftqualität. Hausstaub können die meisten Luftreiniger gut beseitigen. Kleinere Partikel wie Feinstaub, Bakterien oder Schadstoffe sind schon schwieriger zu beseitigen. 

Sehr effektiv erweisen sich Schwebstofffilter, welche auch Partikel bis hinab zu einer Größe von 0,3 Mikrometer ausfiltern. Diese Filter erreichen die HEPA-Klassifikation, welche entsprechend ihrem Abscheidegrad gemäß in die Filterklassen H-13 oder H-14 eingeteilt sind. Damit lassen sich auch Bakterien aus der Raumluft filtern. 

Vor- und Nachteile der Luftreiniger mit Filter

Besitzt Du einen Luftreiniger mit HEPA-Filter, ist schon sehr viel für einen besseren Schlaf bei guter Luftqualität getan. Die Filter lassen sich jedoch nicht unbegrenzte Zeit nutzen. Die Staubpartikel oder Schmutzpartikel, welche die Filter aus der Raumluft entfernen, sammeln sich im Filter. Dadurch wird er irgendwann kaum noch Luft durchlassen, was sich in einer nachlassenden Reinigungsleistung zeigt. 

In der Regel besitzen Luftreiniger gleich mehrere Filter, um die Luftqualität Stufe um Stufe zu verbessern. Der erste Filter dient als Vorfilter und lässt sich bei vielen Luftreinigern wieder reinigen und dann erneut benutzen. Einige Vorfilter sind auch als Wegwerffilter aus Papier gefertigt. Die Vorfilter halten nur grobe Staubpartikel fest, damit der HEPA-Filter nicht vorzeitig gewechselt werden muss.

Die eigentliche Arbeit zur Verbesserung der Luftqualität wird vom HEPA-Filter geleistet. Er hält zu über 99 % alle Partikel bis zur Größe von 0,3 Mikrometer fest. Nur noch kleinere Partikel und gasförmige Schadstoffe können noch hindurch. Selbst aus Zigarettenrauch filtern HEPA-Filter einige Rauchpartikel heraus, allerdings bei weitem nicht alle. 

Wer selbst gasförmige Schadstoffe aus der Raumluft filtern möchte, benötigt noch eine weitere Filterstufe : den Aktivkohlefilter. Diese Filter können die Reinigungsleistung der HEPA-Filter noch übertreffen, da sie durch Adsorption selbst Schadstoffe und Gifte aus der Raumluft entfernen. Aktivkohlefilter sind jedoch auf die anderen beiden vorherigen Filterstufen angewiesen (Vorfilter, HEPA-Filter), damit auch der Aktivkohlefilter sich nicht vorzeitig mit Kleinstpartikel zusetzt. Ein Luftreiniger ist ein gut abgestimmtes Luftreinigungsgerät.

Als Nachteil im Vergleich zu anderen Luftreinigungsgeräten, gibt es eigentlich nur die regelmäßigen Filterwechselintervalle zu nennen. Diese sollten besonders bei Luftreinigern mit Aktivkohlefilter eingehalten werden, da ein erschöpfter Aktivkohlefilter die Schadstoffe einfach passieren lässt. Durch den Filterwechsel entstehen auch Folgekosten. Wer in seiner Wohnung die Luftqualität verbessern will, indem er auch Zigarettenrauch mit dem Luftreiniger beseitigt, wird öfters einen Filterwechsel durchführen müssen. 

Vor- und Nachteile von Luftwäschern

Luftwäscher Schlafzimmer Vorteile

Ein Luftwäscher im Schlafzimmer hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

Luftwäscher verbessern die Luftqualität, indem sie ein Wasserbad besitzen. Ein Lamellenrad dreht sich und die einzelnen Lamellen werden in dem Wasserbad befeuchtet. Diese Befeuchtung sorgt dafür, dass Kleinstpartikel wie Hausstaub aus der angesaugten Luft an den Lamellen haften bleiben (Adhäsionskraft). Bei der nächsten Umdrehung des Lamellenrades, werden die Kleinstpartikel oder Schmutzpartikel in dem Wasserbad wieder abgewaschen. Gleichzeitig werden die Lamellen wieder neu befeuchtet. In meinem Luftwäscher Test siehst du übrigens eine Auflistung aller Produkte, mit welchen ich bisher die besten Erfahrungen gemacht habe,

Als Nebeneffekt findet auch eine Befeuchtung des Luftstroms statt. Bei zu trockener Raumluft ist das ein erwünschter Effekt, da zu trockene Raumluft ein ungesundes Raumklima schafft. Ist die Raumluft jedoch schon hoch genug, können Luftreiniger mit Wasserfilter wie auch Luftbefeuchter eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen schaffen. Bei über 60 % relativer Luftfeuchtigkeit siedelt sich Schimmel an. Die Schimmelsporen können dabei eingeatmet werden, was sehr ungesund ist. Bevor die Wahl auf einen Luftwäscher zur Verbesserung der Luftqualität fällt, sollte die vorhandene Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer gemessen werden. Siehe auch meinen Beitrag dazu „Die optimale Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer messen“.

Der Vorteil eines Luftwäschers ist in der gleichzeitigen Befeuchtung der Raumluft zu sehen, während er sie auch reinigt. Das Funktionsprinzip kommt auch ohne weitere Filter aus, wobei jedoch die Reinigungsleistung nicht so hoch wie bei Luftreinigern ist. 

Als Nachteil ist das regelmäßige Auffüllen des Wasserbads zu sehen. Werden keine Hygienemittel im Wasserbad verwendet, entstehen bei Luftwäschern auch keine Folgekosten. Dann allerdings erhöht sich der Wartungsaufwand, da sich in dem Wasser Bakterien ansiedeln. Diese werden dann mit dem Luftstrom in die Raumluft eingebracht. Um dies zu verhindern, sollte nie abgestandenes Wasser im Wasserbad verbleiben. Zudem ist das Wasserbad (wie auch die Lamellen) regelmäßig zu reinigen.

Vor- und Nachteile von Ozongeneratoren

Als hochreaktives Molekül, lässt sich Ozon zur Desinfektion der Raumluft einsetzen. Es tötet Bakterien und Keime ab und dringt auch an alle Stellen. Selbst in Polstern oder Teppichen, kann Ozon noch seine Wirkung verbreiten. Es spaltet auch Geruchsmoleküle auf, wodurch eine Geruchsbeseitigung stattfindet. 

Allerdings entstehen durch Ozon auch Folgeschadstoffe, zum Beispiel in Verbindung mit Nikotin. Diese schädlichen Aerosole können bis tief in die Lunge eindringen und sind oft schädlicher als das Nikotin selbst.

Für Schränke oder unbesetzte Fahrzeuge, kann Ozon selbst an den unzugänglichsten Stellen Gerüche beseitigen. In Wohnräumen Ozon zu verwenden, könnte gesundheitsschädlich sein und Lungenfachärzte raten davon ab. Erfahre hier mehr über die gesundheitlichen Gefahren von Ozon bei Luftreinigern.

Was gibt es bei Luftreinigern zu beachten?

Ein Luftreiniger erfüllt viele Voraussetzungen, damit Du besser schlafen kannst. Wichtig ist jedoch, dass der Luftreiniger auch zu den Anforderungen deiner Wohnung passt.

Luftreiniger besser schlafen

Mit dem richtigen Luftreiniger im Raum lässt es sich meiner Erfahrung nach deutlich besser schlafen.

Die Raumgröße

Luftreiniger sind in ihrer Reinigungsleistung begrenzt und können nur in einer bestimmten Raumgröße die Luftqualität verbessern. Die meisten Luftreiniger werden deshalb in Raumgrößen nach Quadratmetern eingeteilt. Wenn jedoch die Deckenhöhe sehr hoch ist (zum Beispiel im Altbau), dann ist das Luftvolumen im Raum größer. Entsprechend muss zur Raumgröße in Quadratmetern eine zusätzliche leistung zur Verfügung stehen. 

Das Betriebsgeräusch

Durch den Lüfter verursachen Luftreiniger Geräusche, was nicht immer zum besseren Schlafen beiträgt. Wer seinen Luftreiniger im Schlafzimmer aufstellt, sollte auf geräuschärmere Luftreiniger zurückgreifen. Einige Luftreiniger haben zum besseren Schlafen unter den Reinigungsmodi auch einen Schlafmodus. Dabei wird die Umdrehungszahl des Lüfters reduziert, wodurch er geräuscharm wird. Allerdings ist dann auch die Luftdurchsatzmenge reduziert.

Welche Filter soll der Luftreiniger haben?

Die Art der Filter bestimmt, welche Belastungen aus der Raumluft entfernt werden. Asthmatiker oder Allergiker sind zum Beispiel darauf angewiesen, das der Luftreiniger auch die Allergene erfassen kann. Sehr verbreitet ist zum Beispiel die Allergie gegen Hausstaubmilben. Da es aber nur Kleinstpartikel des Milbenkots sind, welche eingeatmet werden und die Hausstauballergie auslösen, muss der Filter schon ein HEPA-Filter sein. Allergikern mit einer Allergie gegen Hausstaubmilben empfehle ich zudem, sich einen Staubsauger mit HEPA-Filter H-13 oder H-14 anzuschaffen. Dann können zum Beispiel auch Hausstaubmilben im Teppich oder dem Bett abgesaugt werden.

Sollen neben Pollen, Schimmelsporen und Bakterien auch gasförmige Schadstoffe aus der Raumluft entfernt werden, bedarf es eines zusätzlichen Aktivkohlefilters. Zigarettenrauch oder die chemischen Ausdünstungen in Wohnungen lassen sich damit beseitigen.

Wer zudem in seiner Wohnung unter zu niedriger Luftfeuchtigkeit leidet, kann einen Luftreiniger und zusätzlichen Luftbefeuchter einsetzen oder direkt einen Luftwäscher benutzen. Es gibt auch Luftwäscher, welche die gleichen Filter wie Luftreiniger zusätzlich integriert haben. Diese wären dann auch unter den Allergikern eine Empfehlung wert.

Mein Fazit zu Luftreinigern bezüglich besseren Schlaf 

Bis auf die Ozongeneratoren, kann ich je nach Wohnung und Anforderungen die Luftreiniger und auch Luftwäscher empfehlen. Ozongeneratoren können meiner Erfahrung nach nur in Abwesenheit von Personen bedenkenlos eingesetzt werden, wenn nach der Benutzung ausgiebig gelüftet wird. 

Luftwäscher können für viele in der Filterleistung genügen, wenn auch ein Bedarf an der zusätzlichen Luftbefeuchtung besteht. Ein Luftwäscher sollte nicht auf Verdacht gekauft werden, dass die Luftfeuchtigkeit zu gering ist. Ein Hygrometer sollte vor dem Kauf zum Einsatz kommen.

Meine Empfehlung aufgrund der Erfahrungen in meinen Tests mit Luftreinigern und Luftwäscher geht in Richtung Luftreiniger, da sie immer vorbehaltlos einzusetzen sind. Besitzen sie dann auch noch einen geräuscharmen Schlafmodus, wird das Schlafen bestimmt besser möglich sein. Wichtig ist bei Luftreinigern, immer auf die nötigen Filterwechsel zu achten.



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