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Luftbefeuchter im Winter

Hauptsächlich gibt es einen Grund warum ein Luftbefeuchter eingesetzt wird – zu trockene Luft. Je nach Modell oder Luftbefeuchterart können noch weitere Gründe hinzukommen. Wer zum Beispiel neben einer gesünderen Raumluft auch einen Duft in den Räumen verströmen will, wird sich für einen Aroma Diffuser oder Luftbefeuchter mit Aroma Box entscheiden. Eine Luftreinigung zur Luftbefeuchtung bieten Luftbefeuchter mit Luftwäscher oder Luftreiniger. Aber die Hauptaufgabe bleibt die Anreicherung zu trockener Luft mit Feuchtigkeit. Dazu ist es gut zu wissen, dass ein gesundes Raumklima bei 40 bis 60 % relativer Luftfeuchtigkeit gegeben ist. Darunter gilt die Luft als zu trocknen, darüber als zu feucht. Physikalisch bedingt ist die Luft im Winter häufig sehr trocken. Das erklärt sich dadurch, dass kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bei einer Temperatur von 0°C kann die Luft nur 4 Gramm Wasser je Kubikmeter aufnehmen. Bei einer Temperatur von 20°C hingegen jedoch das Fünffache, also 20 Gramm. Im Winter stellt die kalte Außenluft also keine ausreichende Quelle für genügend Luftfeuchtigkeit dar. Im Gegenteil! Oft wird fälschlich der Ratschlag erteilt im Winter öfters zu lüften damit mehr Feuchtigkeit in die Wohnräume gelangt. Nachdem wir nun wissen wie wenig Wasser kalte Luft enthält wird klar, dass der Ratschlag nicht sinnvoll ist. Durch das Lüften wird nur sehr trockene Luft nachgeführt, welche die vorhandene Feuchtigkeit in der Wohnung weiter verdünnt bzw. senkt. In der Wüste herrscht in der Regel eine Luftfeuchtigkeit zwischen 10 und 30%. Bei Minustemperaturen im Winter kann die Luftfeuchtigkeit in unseren Wohnräumen unter 10% sinken. Damit wäre erklärt, warum Luftbefeuchter im Winter besonders wichtig sind.

Warum ist trockene Luft im Winter ungesund?

Viele Menschen glauben trockene Luft sei gut. Sie denken dabei an das gegenteilige Extrem – zu feuchte Luft. Bei zu feuchter Luft fallen jedem direkt feuchte vermoderte Keller mit Schimmelbelag ein. Das ist auch nicht gut, eben zu viel Luftfeuchtigkeit, welche sich an Flächen niederschlägt. Aber hier liegen die Werte der Luftfeuchtigkeit über 60%, von denen natürlich abgeraten wird. Das erwünschte Maß einer gesunden Raumluft beträgt um die 50% (40 bis 60%) relative Luftfeuchtigkeit. In einzelnen Räumen, zum Beispiel Badezimmer oder Küche, sind etwas höhere Werte ok. In Wohn oder Schlafzimmer sollten sie etwas niedriger sein. Liegen die Werte weit darunter, also unter 40%, beginnt der Mensch auszutrocknen. Mediziner empfehlen dann den Einsatz von einem Luftbefeuchter im Winter. Zu niedrige Luftfeuchtigkeit zeigt sich zuerst an den Schleimhäuten der Atemwege, wo ständig die trocken Luft vorbeistreicht und dabei Wasser aufnimmt – gleichbedeutend mit entzieht. Gesunde Schleimhäute halten aber als erste Instanz Bakterien, Viren und Staubpartikel ab. Im weiteren Verlauf sorgen trockene Augen für Augenrötung und Reizungen. Auch im Hals ist schnell ein Kratzen spürbar. Im Endeffekt wird das gesamte Immunsystem geschwächt und den typisch winterlichen Erkrankungen wie Erkältungen oder sogar Grippe werden alle Pforten weit geöffnet. Studien haben zudem belegt, dass zum Beispiel Grippeviren in trockener Luft länger leben und sich wohler fühlen. Auch Staub wird bei niedriger Luftfeuchtigkeit schlechter gebunden als es bei einer höheren Luftfeuchtigkeit der Fall ist. Das spüren auch Allergiker im Winter, obwohl hier weniger Pollen als im Sommer unterwegs sind. Abhilfe schafft nur ein Luftbefeuchter im Winter, der unabhängig der trockenen Außenluft die Wohnraumluft mit Feuchtigkeit anreichert.

Auch Holz leidet unter trockener Luft

Nachtmodus vom Luftbefeuchter im WinterNicht nur der Mensch, sondern auch Holz benötigt eine normale Luftfeuchtigkeit. Es besteht zwar nicht die Gefahr, das Holz bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit verfault, aber dennoch bekommt es Risse und verzieht sich. Kunstsammler oder Besitzer alter antiker Möbel kennen die Gefahr und schützen ihre Schätze durch eine gut geregelte Luftfeuchtigkeit – also Luftbefeuchter im Winter.

Im Sommer alles gut?

Im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit generell höher als im Winter. Es gibt jedoch eine Ausnahme – Klimaanlagen. In Büros und Geschäften laufen bei den höheren Temperaturen im Sommer oft Klimaanlagen. In ihrer Funktionsweise arbeiten sie mit Lufttrocknern. Das Klimaanlagen ebenfalls für zu trockene Luft sorgen ist nicht gewollt, sondern ein systembedingter Nebeneffekt. Dennoch sind die Auswirkungen die gleichen wie im Winter. In solchen Räumen macht ein nicht nur ein Luftbefeuchter im Winter, sondern auch im Sommer Sinn.

Wie kann ein Luftbefeuchter im Winter die Luftfeuchtigkeit erhöhen?

Zur Luftbefeuchtung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Diese lassen sich in drei Gruppen unterteilen:

  • Zerstäuber/Diffuser oder Vernebler
  • Verdunster
  • Verdampfer

Alle diese Luftbefeuchter haben je nach ihrer Funktionsweise Vor- und Nachteile, was sie für den einen oder anderen Zweck empfiehlt oder ausklammert. Zudem kommt es auch immer auf die Raumgröße sowie auf die Trockenheit der Luft an. Da sich auch die Befeuchtungsleistung bei den Luftbefeuchtern unterscheidet.

Zerstäuber/Diffuser oder Vernebler

Die günstigsten und kleinsten Luftbefeuchter sind unter den Diffusern bzw. Aroma Diffusern zu finden. Sie vernebeln Wasser mit der Luft durch Ultraschall, weswegen sie auch Ultraschall-Vernebler genannt werden. In ihrer Leistung sind sie eher für kleinere Räume gedacht, können dafür aber zur Luftbefeuchtung auch einen angenehmen Duft aus Duftölen oder ätherischen Ölen verbreiten. Nachdem der Ultraschall auf das Wasser eingewirkt hat, bildet sich ein sichtbarer Nebel, welcher mit Hilfe eines Lüfters in dem Raum verbreitet wird. Ihr Vorteil ist die geringe Größe, sodass sie praktisch selbst im kleinsten Büro aufstellbar sind. Funktionsbedingt arbeiten sie mit kaltem Wasser, was bei falscher Wartung oder Pflege auch ihren Nachteil darstellt. In kaltem Wasser, natürlich auch in warmen, verbreiten sich schnell Bakterien und Keime. Deswegen darf das Wasser nie zu lange in einem unbenutzten Diffuser stehen und die Geräte müssen regelmäßig gereinigt werden. Diese Geräte machen Sinn, wenn ein Luftbefeuchter im Winter für kleine Räume gesucht wird. Wer größere Räume hat kann natürlich auch mit mehreren Diffusern sein Ziel erreichen.

Verdunster

Verdunster arbeiten nach einem anderen Prinzip. Sie machen sich den Effekt der natürlichen Verdunstung zu nutze. Trifft trockene Luft auch Feuchtigkeit nimmt sie diese auf, was zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit führt. Es gibt zwei unterschiedliche Ausführungsformen der Verdunster. Die eine besteht aus einem Wasserbehälter, welcher an dem Heizkörper aufgehangen wird. Die Wärme des Heizkörpers sorgt für die Verdunstung des Wassers und die Verteilung der feuchten Luft. Die andere Ausführungsform kommt ohne Heizkörper aus. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Gerät mit Verdunstermatten. Diese Matten bieten der Feuchtigkeit eine besonders große Oberfläche zum Verdunsten. Ein Lüfter transportiert die feuchte Luft dann in den Raum. Diese Verdunster arbeiten effektiver und sind auch unabhängig in ihrem Aufstellungsort. Aber auch bei Verdunstern besteht durch die Funktionsweise mit kaltem Wasser die Gefahr der Bakterien- und Keimbildung. Wiederum ist regelmäßige Wartung und Reinigung wichtig sowie kein abgestandenes Wasser in den Geräten sein sollte. Als Luftbefeuchter im Winter sind Verdunster leistungsfähiger als Zerstäuber. Sie sollten der Quadratmeterzahl der Wohnräume entsprechen ausgewählt werden.

Verdampfer

Wasserdampf hebt die Luftfeuchtigkeit an, wie in jeder Küche beim Kochen festzustellen ist. Diesen Effekt nutzen Verdampfer. Durch eine Heizspirale oder ein Heizelement wird in diesen Geräten Wasser verdampft. Bei Verdampfern ist die Befeuchtungsleistung der Luft am höchsten, aber auch der Energieverbrauch. Neben der höheren Leistung ist auch die Funktionsweise mit verdampftem Wasser ein Vorteil, da somit keine Bakterien und Keime verbreitet werden. Der heiße Dampf stellt allerdings bei unsachgemäßer Bedienung eine potentielle Gefahrenquelle dar. Da Kinder oder Haustiere die Gefahr nicht erkennen, ist er als Luftbefeuchter im Winter nicht in jedem Zimmer empfehlenswert.

Luftbefeuchtung im WinterVerkalkung der Luftbefeuchter im Winter

Da alle vorgestellten Luftbefeuchter im Winter mit Wasser betrieben werden, teilen sie sich auch ein gemeinsames Problem: Verkalkung. Kalk ist in teilweise hohen Konzentrationen im Trinkwasser enthalten. Je nach Härtegrad mehr oder weniger. Kalk setzt sich mit der Zeit ab und es kommt zu einer Verkalkung. Dies gilt nicht nur für Luftbefeuchter im Winter sondern generell für alle Geräte, welche Wasser für ihren Betrieb benötigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Verkalkungen zu verhindern oder wieder zu entfernen. Essig ist der Feind von Kalk bzw. löst ihn wieder auf. Mit Essig können also Kalkablagerungen wieder entfernt werden. Zudem gibt es spezielle Entkalkungsmittel im Handel. Wer erst gar nicht das Risiko von Kalkablagerungen eingehen möchte, zum Beispiel weil in seiner Region der Kalkgehalt im Wasser besonders hochist, benutzt destilliertes Wasser für seine Luftbefeuchter im Winter. In destilliertem Wasser ist kein Kalk mehr enthalten und kann bedenkenlos eingesetzt werden.

Fazit

Luftbefeuchter im Winter sorgen für ein gesundes Raumklima. Die sehr trockene Winterluft wird in den Wohnräumen auf die empfohlenen Werte der relativen Luftfeuchtigkeit durch Luftbefeuchter erhöht. Welche Art von Luftbefeuchtern die geeignete ist, hängt von der Raumgröße und weiteren Kriterien ab. Natürlich gibt es von jeder Art der Luftbefeuchter Unterschiede in den Preisen, Ausstattung und Leistung. Auch der Geräuschpegel kann eine Rolle, zum Beispiel für das Schlafzimmer, spielen. Wichtig sind bei allen Geräten die richtige Bedienung und die regelmäßige Wartung. Niemals abgestandenes Wasser wegen der Bakterien- und Keimbildung verwenden.



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