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Wie reinigt man seinen Luftbefeuchter richtig und hält diesen keimfrei?

Damit ein Luftbefeuchter nicht zu einer „Bakterienschleuder“ wird, muss er richtig gereinigt werden. Es gibt jedoch unterschiedliche Luftbefeuchterarten, wodurch sich auch die Reinigung entsprechend ändert. Ich gebe nachfolgend einige Informationen zu den verschiedenen Systemen und wie ein Luftbefeuchter richtig gereinigt wird. Dazu gehört es auch ihn keimfrei zu halten. Übrigens: Die Produkte aus meinem Luftbefeuchter Vergleich lassen sich besonders schnell und einfach reinigen.

Luftbefeuchter reinigen

Unterschiedliche Arten der Luftbefeuchter

Zur Befeuchtung der Raumluft stehen einige Arten der passiven und aktiven Luftbefeuchter zur Auswahl. Sie unterscheiden sich in Effizienz, Funktionsprinzip und meistens auch bei dem Reinigungsaufwand. Im Folgenden stelle ich einige Möglichkeiten zur Befeuchtung der Raumluft vor:

  • Verdunster zur Befestigung an den Heizkörpern
  • Zerstäuber, welche mit Ultraschall arbeiten (Vernebler)
  • Verdampfer, welche Wasser verkochen

Allen genannten Befeuchtern für die Raumluft ist gemeinsam, dass sie mit Wasser arbeiten. Sie unterscheiden sich in der Funktionsweise, wie sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Verdunster für Heizkörper (passive Luftbefeuchter)

Luftbefeuchter Keimfrei

Nur bei einer regelmäßigen Reinigung bleibt dein Luftbefeuchter auf Dauer Keimfrei.

Als Verdunster werden Luftbefeuchter oder Befeuchtungsarten benannt, bei denen das Wasser von der Raumluft aufgenommen wird. Das geschieht automatisch, wenn trockene Luft mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Diese natürliche Wasseraufnahme der Luft ist nicht sehr effektiv und es fehlt eine ausreichende Luftzirkulation. Denn sättigt sich die Luft mit Wasser, verringert sich die Wasseraufnahme. Bei fehlender Luftzirkulation ist die Luft über dem Verdunster gesättigt und nimmt kaum noch Wasser auf (Mikroklima). In anderen Teilen der Wohnung herrscht dann immer noch trockene Raumluft. Etwas effektiver als einfache Wasserschalen auf dem Boden oder dem Schrank sind Behälter, welche an den Heizkörper gehängt werden. Durch die Wärme der Heizung ist das Wasser wärmer (verdunstet schneller). Die aufsteigende Wärme sorgt auch für eine geringfügige Luftzirkulation. Auch Pflanzen sind eine Art natürliche Luftbefeuchter. Doch wenn man ehrlich ist, ist diese Methode bei der Luftbefeuchtung lediglich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Pflanzen können nicht einmal im Terrarium einen Luftbefeuchter komplett ersetzten.

Die richtige Reinigung der Verdunster

Verdunster werden vorzugsweise an den Heizkörpern aufgehängt. Dadurch erwärmt sich das Wasser im Verdunster – ein Paradies für Bakterien und Keime. Hinzu kommt eine Algenbildung, da Heizkörper in der Regel nahe der Fenster montiert sind. Bekommt Wasser viel Licht, fühlen sich Algen eingeladen. 

Wer an den Innenwänden von Verdunstern einen glitschigen Belag mit den Fingern spürt, macht gerade Bekanntschaft mit den dort versammelten Bakterien und Algen. Aber man muss sie nicht fühlen, denn auch ein Riechen funktioniert gut als Detektor. In der letzten Phase sind sie auch gut zu erkennen, wenn das Wasser eine grünlich/bräunliche Färbung erreicht hat. Soweit lassen es die meisten jedoch nicht kommen.

Im Vergleich zu anderen aktiven Luftbefeuchtern hat das Wasser in Verdunstern lange Standzeiten, bevor es restlos verdunstet ist. Täglich sollte altes Wasser gegen frisches Wasser gewechselt werden. Es gibt Zusätze, welche das Wasser desinfizieren können (Dosierung beachten). Oft reichen bereits wenige Tropfen, um das Wasser keimfrei zu halten. Trotzdem entfällt dadurch nicht die richtige Reinigung der Luftbefeuchter. Denn der Belag ist nicht nur Heimat der Bakterien, sondern kann bis zu einem gewissen Grad die Keime und Bakterien auch schützen. Besonders dann, wenn es sich um Kalkablagerungen handelt. Hier muss dann ein Entkalkungsmittel oder Essig helfen, um die hartnäckigen Kalkablagerungen aufzulösen. 

Tipp:

Verdunster aus Keramik lassen sich besser als Kunststoff-Verdunster reinigen.

Zerstäuber mit Ultraschall

Zerstäuber arbeiten mit den hohen Frequenzen von Ultraschall. Ein Piezo-Element erzeugt in Zerstäubern Schallwellen von bis zu 2 MHz. Dadurch werden aus dem Wasserbad feinste Tröpfchen vernebelt. Ein Lüfter/Gebläse bringt den Nebel aus dem Gerät in die Raumluft ein. Es gibt das Funktionsprinzip der Zerstäuber (Vernebler) in kleinen Aroma-Diffusern sowie auch in leistungsfähigen Luftbefeuchtern.

Die richtige Reinigung der Zerstäuber

Luftbefeuchter Philips reinigen

Luftbefeuchter der Marke Philips lassen sich besonders einfach und schnell reinigen.

Ein Zerstäuber zählt zu den aktiven Befeuchtern der Raumluft. Dadurch ist die Standzeit des Wassers auch deutlich kürzer, sodass in der Regel kein Wasserwechsel nötig ist. Als Ausnahme gilt natürlich, wenn der Zerstäuber nur zeitweise in Betrieb ist. Dann kann auch hier ein Wasserwechsel angeraten sein. 

Kalkablagerungen haben es im Zerstäuber schwerer, da der Ultraschall den Kalk gleich mit dem Wasser vernebelt. Nachteil ist dabei, der Kalk kann sich im nahen Umfeld des Zerstäubers absetzen (Boden oder Möbel). So ganz ohne Kalkablagerungen geht es jedoch auch bei Zerstäubern nicht immer. Ist das Gerät außer Betrieb, setzt sich auch der Kalk ab. Besonders das empfindliche Piezo-Element reagiert darauf empfindlich. Also muss wieder Entkalkungsmittel oder Essig ran. Unbedingt auf die Herstellerangaben zu der richtigen Reinigung des Luftbefeuchters achten. Einige vertragen keinen Essig.

Bakterien im Wasser verteilt auch der Zerstäuber munter in der Luft. Durch den Lüfter sogar noch effektiver als der Verdunster. Es ist also wichtig, das Bakterien und Keime abgetötet werden, bevor der Vernebler sie in der Luft verteilt. Auch dazu ist ein Desinfektionsmittel gegen Keime und Bakterien wirkungsvoll. 

Tipp:

Das Piezo-Element nur sehr schonend mit einem Wattestäbchen reinigen. Es lässt sich sehr leicht beschädigen.

Verdampfer

Verdampfer haben ein sehr simples Funktionsprinzip – sie erhitzen Wasser über 100°C. Das ist die effektivste Art der Luftbefeuchtung . Die Befeuchtung kennt aber auch keine Grenzen, sodass sie ohne Regelung und Kontrolle schnell 60 % Luftfeuchtigkeit überschreitet – also Vorsicht!

Heißer Wasserdampf tötet Bakterien ab, weswegen ein Verdampfer das Gegenteil einer Bakterienschleuder ist. Aber auch nur dann, wenn es keine Verkalkungen im Gerät gibt. Setzen sich Verkalkungen an den Heizelementen ab, wirkt der Kalk wie ein Isolator. Die Wassertemperatur sinkt dadurch und Bakterien können wieder leben. Bei Verdampfern ist es also wichtig, Verkalkungen vorzubeugen oder zumindest regelmäßig zu entfernen.

Innovative Wege der Hersteller

Hersteller wissen, dass ein Risiko von Bakterien in der Atemluft kein guter Werbeslogan ist. Deswegen gibt es auch weitere Ansätze Luftbefeuchter keimfrei zu machen. Einige Hersteller benutzen dazu integriertes UV-Licht in den Luftbefeuchtern. Dadurch werden Bakterien abgetötet und das Wasser bleibt keimfrei.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Hersteller von Kombinationsgeräten (Verdunster mit aktivem Luftstrom). Dazu wird Feuchtigkeit in Filtermatten aufgenommen, um eine große Verdunstungsfläche zu bieten. Ein Lüfter, vor oder hinter den Filtermatten, zieht die Raumluft hindurch. Der Trick ist die Filtermatten so feinporig zu gestalten, dass keine Bakterien mehr hindurch passen.



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