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Helfen Luftreiniger gegen Rauch? Geeignete Modelle im Test!

Nicht jeder Luftreiniger ist in der Lage unangenehmen Zigarettenrauch, Schadstoffe oder Gerüche aus der Raumluft zu entfernen. Es kommt auf die genaue Technik des Filtersystems an. 

In meinem Luftreiniger Test habe ich viele Erfahrungen bezüglich ihrer Effektivität bei Zigarettenrauch und Gerüchen gesammelt. Nachfolgend biete ich wichtige Informationen an, um den jeweils besten Luftreiniger entsprechend den individuellen Anforderungen auszuwählen.

Die besten Luftreiniger für Raucher aus meinen Tests

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Philips AC3256 AC3259 Luftreiniger bis 95qm / APP LEVOIT LV-H133 Luftreiniger Kaleas APF40 Luftreiniger Effektiv & Leise
ModellPhilips AC3259/10 Luftreiniger ConnectedLevoit LV-H133 LuftreinigerKaleas APF-40 HEPA Luftreiniger
Preis

409,74 € 579,99 €

inkl. gesetzlicher MwSt.

235,99 € 289,99 €

inkl. gesetzlicher MwSt.

189,00 €

inkl. gesetzlicher MwSt.
HerstellerPhilipsLevoitKaleas
Die größten VorteileSehr Leistungsstark und ZuverlässigLeistungsstark und KostengünstigDer idelale Luftreiniger für kleine Räume
DesignElegantSchlichtKlassisch
EinsatzgebietGroße Räume wie beispielsweise BürosGroße Räume wie beispielsweise BürosSchlafzimmer, Kinderzimmer
Maximale Raumgröße95m²95m²40m²
Filterart1 Hepa-Filter + 1 AktivkohlefilterHEPA-Kombifilter AktivkohlefilterEPA H13 Aktivkohle Kohlefilter
Filterleistung0,02µm 400 m³/h350 m³/h
Bedienung über App
LautstärkeGeringMittelGering
Leistung (Watt)113340
Gewicht9,8Kg.9,7Kg.9,8Kg.
Abmessungen36,6 x 25,1 x 69,8 cm37 x 37 x 65 cm 44 x 18 x 68 cm
Preis

409,74 € 579,99 €

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Wer benötigt einen Luftreiniger gegen Rauch?

Luftreiniger gegen Rauch

Nicht in jeder Wohnung ist sichtbarer Rauch, es sei denn, der oder die Bewohner sind Raucher. Zigarettenqualm ist nicht nur schädlich, sondern verbreitet einen nachhaltigen Geruch in der Wohnung. Selbst Nichtraucher können von Zigarettenrauch gesundheitliche Schäden durch das sogenannte „Passivrauchen“ erleiden. Der Tabakrauch bildet zudem Ablagerungen an Wänden und Decken, welche wiederum Schadstoffe abgeben. 

Passivrauch belastet aber auch den Raucher selbst zusätzlich, da er zu dem Aktivrauchen in der Wohnung auch ein permanenter Passivraucher ist. Selbst, wenn er nicht gerade Tabakrauch in die Luft bläst, atmet er den Qualm und die Schadstoffe aus der Wohnungsluft ein. Besonders in einem Raucherraum ist die Konzentration von Zigarettenqualm sehr hoch.

Für die Gesundheit von Passivrauchern und Rauchern, ist die Anschaffung effektiver Luftreiniger empfehlenswert. Bei einem geeigneten Filtersystem reduzieren sie den Tabakrauch, sowie auch die Schadstoffe in der Raumluft. Das beseitigt auch die Gerüche und sorgt für deutlich geringere Ablagerungen an Wänden und Decken

. Es ist kein Geheimnis, dass Tabakrauch nachweislich krebserregend ist. Nicht jeder weiß jedoch, dass der Nebenstrom des Zigarettenrauchs noch mehr Schadstoffe als der Hauptstrom enthält. Der Rauch des Nebenstroms wird nicht so stark erhitzt, wodurch viele Schadstoffe auch nicht verbrannt werden.

Es gibt aber auch für Nichtraucher genügend Gründe zur Anschaffung eines Luftreinigers gegen den lästigen Rauch. Außer dem Qualm von Zigaretten gibt es auch andere Substanzen in Wohnungen, welche teilweise als krebserregend gelten. Allergiker reagieren zudem auf viele sonst nicht so krebserregende Stoffe allergisch, wie zum Beispiel Hausstaub, Pollen oder Milben bzw. Milbenkot. Auch gegen Küchengerüche kann man Luftreiniger effektiv helfen! Wie du siehst, gibt es viele Vorteile, sich solch ein Produkt anzuschaffen.

Rauch lagert sich an Wänden und der Decke ab. Dadurch kommt es zu einem permanenten „Passiv Rauchen“ in der Wohnung. Ein Luftreiniger hilft diesen Effekt zu reduzieren.

Luftreiniger beseitigen nicht nur Zigarettenrauch

Luftreiniger Rauch

Viele Luftreiniger helfen effektiv gegen Rauch.

Öfen oder offene Kamine gelten als Feuerstätten und bedürfen vor der Inbetriebnahme einer Begutachtung (FSS – Feuerstättenschau). Damit soll der Schornsteinfeger die Betriebs- und Brandsicherheit der Feuerstelle bestätigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass trotzdem kein Rauch oder Qualm in die Wohnräume gelangen kann. 

Beim Entzünden oder dem Nachlegen von Holz oder Kohle, entweichen immer geringe Mengen Rauchpartikel in den Wohnraum. Dort verbleiben sie bis zum Lüften in der Raumluft, also der Atemluft. Zu sehen ist Rauch nur in starker Konzentration. In der Raumluft verteilt er sich und wird fast unsichtbar. Trotzdem sind Rußpartikel und Schadstoffe nach wie vor im Raum.

In größeren Städten ist die Luft generell „schlechter“ bzw. mit mehr Schadstoffen belastet. Auch hier macht die Anschaffung eines Luftreinigers gegen Rauch Sinn, da er ja nicht nur Rauch sondern auch andere Schadstoffe aus der Raumluft filtert. Rückstände der Autoabgase, dem Rauch von Schornsteinen sowie Ruß und Feinstaub sind typische Luftbelastungen in Ballungsgebieten. Je nach Wohnort ist man froh, wenn nach einem Aufenthalt im Freien die eigenen Wohnräume erreicht werden. Jedoch auch hier ist im Prinzip dieselbe Luft wie außerhalb. Es sei denn, ein Luftreiniger verbessert die Raumluft. Hinzu kommen Hausstaub und chemische Ausdünstungen aus Farben und Möbeln oder Teppichen.

Im Test schafft es jeder Luftreiniger die Raumluft zu „verbessern“. „Verbessern“ ist aber ein Sammelbegriff. Werden der Luftbelastung irgendwelche Partikel durch Luftreiniger entnommen, ist sie schon als „verbessert“ zu bezeichnen. Ob im Detail aber auch Zigarettenrauch oder Schadstoffe entnommen werden, ist von mehreren Faktoren abhängig. Neben dem verwendeten Filtersystem spielt auch die Leistung eine relevante Rolle. Diese ist zum Beispiel wichtig, um den Luftfilter an die vorhandene Raumgröße anzupassen. 

Ein Luftreiniger gegen Rauch ist auch bestens dazu geeignet andere Schadstoffe aus der Luft zu entfernen. Beispiele hierfür sind Autoabgase oder schädlicher Feinstaub.

Welche schädlichen Partikel und Substanzen können Luftreiniger beseitigen:

  • Formaldehyd
  • Terpene
  • Xylol
  • Toluol
  • Benzol

Die Aufzählung beschränkt sich auf übliche Schadstoffe in Wohnungen durch Zigarettenqualm oder Ausdünstungen von Materialien. Damit sind selbst effektive Schwebstofffilter überfordert. Bei größeren Partikeln können Luftreiniger im Test jedoch auch mit Schwebstofffiltern überzeugen. Je nach Filterbestückung unterstützen sie bei folgenden Partikelgrößen:

  • von 10 bis 100 Mikrometer – Pflanzenpollen
  • von 10 bis 40 Mikrometer – Milbenkot
  • über 10 Mikrometer – Haare (auch Tierhaare) Staubfussel, Hautschuppen
  • bis 10 Mikrometer – grobe Staubpartikel
  • zwischen 2,5 bis 10 Mikrometer – Feinstaub PM 2,5 bis PM 10 
  • zwischen 1,5 bis 3,5 Mikrometer – Schimmelsporen
  • zwischen 0,5 bis 1 Mikrometer – Bakterien
  • von 0,01 bis 10 Mikrometer – Ruß und Rauch
  • von 0,01 bis 0,5 Mikrometer – Viren

Welche Filtersysteme werden für Zigarettenqualm benötigt?

Herkömmliche Luftreiniger arbeiten mit engmaschigen Filtern, welche nur Partikel unter der Maschenweite durchlassen. Damit ist ihre Effizienz bei größeren Partikeln gut, bei kleineren Partikeln zunehmend schlechter. In meinen Test mit den verschiedenen Luftreinigern zeigt sich, dass die meisten Luftreiniger zum Beispiel Pollen sehr gut aus der Raumluft filtern. 

Mikroskopisch gesehen gehören Pollen aber auch zu den größeren Objekten, da sie sich für den „Transport“ durch die Luft evolutionär entwickelt haben. Sie besitzen also große Oberflächen, um möglichst weit weg von der Mutterpflanze durch die Luft getragen zu werden. Obwohl die kleinsten Pollen nur ca. 0,8 Mikrometer groß sind, zählen sie bei effizienten HEPA-Filtern (ab H12) schon zur „fetten Beute“. Gerüche und Gase (Schadstoffe) dagegen überfordern selbst HEPA-Filter. Hier wird eine weitere Stufe im Filtersystem benötigt, um auch die vom HEPA-Filter noch durchgelassenen Partikel aufzufangen. Das „Zauberwort“ ist Aktivfilterkohle.

Die verschiedenen Filter im Luftreiniger sind für unterschiedlich große Partikel ausgelegt.

Was ist ein HEPA-Filter?

In meinen Tests mit Luftreinigern achte ich unter anderem auf einen Ausstattung mit HEPA-Filtern. Um nur grobe Partikel wie Tierhaare oder Flusen aus der Luft zu filtern, reichen schon relativ grobe Vorfilter aus. HEPA-Filter (High Efficient Particulate Air Filter) sind hocheffiziente Schwebstofffilter. Sie machen sich verschiedene physikalische Eigenschaften der Partikel zu Nutze. So bestimmt nicht nur die Maschenweite des HEPA-Filters ihren hohen Abscheidegrad. Es werden sogar kleinere Partikel ausgefiltert, welche unter der Maschenweite liegen. Ein HEPA-Filter arbeitet nach drei Prinzipien:

  • Sperreffekt 
  • Trägheitseffekt  
  • Diffusionseffekt

HEPA-Filter werden gemäß ihrem Abscheidegrad klassifiziert. Ein H13 HEPA-Filter erreicht bei Partikeln von 0,1 bis 0,3 Mikrometer einen Abscheidegrad von 99,95 %. Ein H14 HEPA-Filter sogar 99,99 %. Bei Ruß und Tabakrauch reduzieren sie zwar die „großen“ Partikel über 0,1 Mikrometer, lassen aber die kleineren bis 0,1 Mikrometer durch.

Die HEPA-Filter sind dafür geeignet, um die großen Schadstoffpartikel im Rauch auszusortieren.

Was ist Aktivfilterkohle?

Um mit einem Luftreiniger auch dem Tabakrauch von Rauchern begegnen zu können, müssen weitere Filtermedien benutzt werden. Die Aktivfilterkohle besitzt Poren in der Größe von 2 Nanometer. Passieren Schadstoffe oder Gerüche die Filtermatten mit Aktivkohle, bleiben sie an den Poren haften (Adsorption). Da sich die Poren jedoch auch mit größeren Partikeln sehr schnell zusetzen, machen Aktivkohlefilter nur als letzte Stufe eines effizienten Filtersystems (HEPA-Filter) Sinn.

Ein Aktivkohlefilter, entfernt auch die kleineren Schadstoff Partikel im Rauch. Diese Art des Filters wird allerdings nur als letzte Stufe eines Filtersystems eingesetzt.

Was ist bei einem Luftreiniger Test wichtig?

Die verwendete Technik des Filtersystems sagt etwas darüber aus, welche Partikel oder Substanzen ein Luftreiniger aus der Raumluft entfernen kann. Wie laut der Luftreiniger ist oder wie viel Strom er verbraucht, sind jedoch ebenfalls wichtig. Stimmt die Verarbeitung nicht und die Luftstromführung ist nicht absolut dicht, passiert der Luftstrom den Luftreiniger auf anderen Wegen. Es nützt also das beste Filtersystem nichts, wenn sich Schadstoffe daran vorbei schmuggeln können.

Filtersystem, Wechselintervalle und Folgekosten

Luftreiniger mit Aktivkohlefilter

Luftreiniger mit Aktivkohlefilter eignen sich besonders gut für Raucherwohnungen.

Für Raucher liegt der Fokus bei Luftreinigern in der Beseitigung des Tabakrauchs. Das Luftreiniger viel mehr können ist dabei natürlich kein Nachteil. Die Filter von Luftreinigern sind in Stufen hintereinander geschaltet. Theoretisch sollte der feinste Filter alles herausfiltern und genügen. Jedoch setzt sich ein so feiner Filter mit groben Partikeln schnell zu und müsste dann sehr häufig gereinigt oder gewechselt werden. 

Deswegen werden gröbere Filter vorgeschaltet. Sie kümmern sich um die gröberen Partikel, um den letzten Filter für seine eigentliche Aufgabe zu schonen. In der Regel bestehen sie aus einem Vorfilter, welcher sich oft sogar reinigen lässt. Danach folgen die hocheffizienten HEPA-Filter, wobei ich aus Erfahrung von einem Reinigungsversuch abrate. Werden die empfindlichen Filter beschädigt, kann Luft sie ungefiltert passieren. Die letzte Stufe des Filtersystems bildet ein Aktivkohlefilter, welcher auch Tabakrauch, Gase und Gerüche binden kann.

Hersteller geben zu ihren Luftreinigern „empfohlene“ Wechselintervalle an. Die sind jedoch nicht 100-prozentig verlässlich, da der Hersteller ja nicht die Luftqualität in jedem Haus kennt. So kann es sein, dass ein Filter viel früher (im Raucherraum) oder auch später erst (Nichtraucherwohnung) erneuert werden muss. Die Filter welche sich reinigen lassen (viele Vorfilter), verursachen nur Arbeit. Muss ein Filter jedoch gewechselt werden, erzeugt der Luftreiniger Folgekosten. Preise und Wechselintervalle zusammen ergeben die Summe der Folgekosten im Monat oder Jahr. Hier lohnt sich ein Vergleich der Kosten bei Luftreinigern, damit die Folgekosten nicht den Rahmen sprengen.

Achte darauf, dass die Filter deines Luftreinigers eine recht lange Nutzungsdauer haben. Das spart auf Dauer Zeit und Geld. Von einer eigenständigen Reinigung des Filters ist abzuraten.

Qualität der Luftreiniger

Hohe Quadratmeterzahlen und eine Ausrüstung mit HEPA-Filtern wären Schlagwörter, welche die Aufmerksamkeit potentieller Käufer auf sich ziehen. Damit ist es jedoch nicht getan, wie meine Erfahrungen mit Luftreinigern in Test zeigen. Schlechte Passgenauigkeit bei den Filterhalterungen kann den besten Filter sinnlos machen. Kann der Luftstrom irgendwo am Filter vorbei, wird er dem Wege des geringsten Widerstand folgen. Dann natürlich ungefiltert!

Genauso schlecht ist es, wenn Filter so festklemmen das jeder Wechsel zur Nervenprobe wird. Entsprechend wird man die Filterwechsel zu lange aufschieben, was die Funktion beeinträchtigt oder sogar aufhebt. 

Es gibt aber noch andere Qualitätsmerkmale der Luftreiniger, welche sich oft erst in einem Test zeigen. Sind die Ventilatoren nicht genau ausgewuchtet oder ganz genau montiert, kommt es zu einer Unwucht. Die Unwucht erzeugt zusätzliche Geräusche und versetzt den Luftreiniger in Vibration. Die Vibration belastet Lager und Wellenführung, sodass ein vorzeitiger Verschleiß vorprogrammiert ist. Oft treten dann nach kurzer Zeit auch quietschende Geräusche auf.

Die Passgenauigkeit der Filterhalterungen ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Greift man auf einen hochwertigen Luftreiniger Hersteller zurück, hat man bezüglich dieses Aspektes keine Probleme.

Leistung in Quadratmeter berechnen?

Oft werden als Leistungsangabe die Stromaufnahme des Elektromotors und eine empfohlene Raumgröße in Quadratmetern angegeben. Genau genommen sagt keiner dieser Werte etwas über die Leistung des Luftreinigers aus. So ist eine höhere Stromaufnahme nicht mit einem höheren Luftdurchsatzvermögen gleichzusetzen. Dazu bedarf es der Kombination mit einem effektiven Ventilator und einer ausgeklügelten Luftstromführung. Ebenso muss ein älterer Elektromotor mit hoher Stromaufnahme nicht zwangsläufig stärker als ein moderner, energiesparender Motor sein.

Die Quadratmeterzahl bei Luftreinigern geben die empfohlene Fläche eines Raumes an. Da es sich jedoch um einen Luftreiniger und nicht um einen Staubsauger handelt, ist das Raumvolumen und nicht die Bodenfläche relevant. Das Raumvolumen ändert sich zur Fläche je nach Raumhöhe. So ergeben 20 Quadratmeter bei einer Raumhöhe von 2 Metern 40 Kubikmeter Raumluft, bei 3 Meter Deckenhöhe schon 60 Kubikmeter. Um einen Luftreiniger passend zum Raum kaufen zu können, muss der Durchsatz in m3/h (Kubikmeter Luft in der Stunde) bekannt sein. Dazu gilt es den tatsächlichen Rauminhalt zu beziffern. Auf welche Deckenhöhe sich die Quadratmeter in den Empfehlungen der Hersteller beziehen, bleibt meistens deren Geheimnis.

Herstellerangaben zur geeigneten Raumgröße eines Luftreinigers beziehen sich häufig nur auf die Raumfläche und nicht auf das Raumvolumen. Gibt der Hersteller den Durchsatz in m3/h nicht an, würden wir generell mit einer Raumhöhe von 2,5 Metern rechnen. Lieber legt man sich einen zu starken, als einen zu schwachen Luftreiniger an.

Die Lautstärke

In meinem Tonstudio steht mir die Möglichkeit zur Verfügung, Luftreiniger auch auf ihre Betriebsgeräusche zu messen. Das ist für einen Test mit Luftreinigern insofern wichtig, da Luftreiniger viele Stunden in Betrieb sind. Teilweise sollen sie auch nachts im Schlafzimmer für eine gesunde Luftqualität sorgen. Oft zeigen sich dabei Abweichungen zwischen den Herstellerangaben und den gemessenen Werten. 

Ich messe die Luftreiniger bei allen Leistungsstufen, wobei die höchste Stufe auch immer die lauteste ist. Eine Unsitte der Hersteller ist dabei festzustellen, wenn nur die kleine und mittlere Leistungsstufe angegeben wird. Die hohen Stufen kommen ebenfalls zum Einsatz, wenn das Gerät knapp für das Raumvolumen gewählt wurde oder es auch mal schneller mit der Luftreinigung vorangehen soll.

Aus meiner Erfahrung mit Luftreinigern in den Tests, empfehle ich ein stärkeres Gerät als benötigt zu kaufen. Dann reichen standardmäßig die leiseren Stufen und auf Wunsch stehen trotzdem noch Leistungsreserven zur Verfügung. Das ist zum Beispiel für Raucher interessant, da sie ja nicht immer rauchen. So kann beim Rauchen auf die höchste Stufe gewechselt werden. Wer einen stärkeren Luftreiniger erwirbt, hat auch im Regelfall längere Filterwechselintervalle.

Vorsicht! Häufig beziehen sich die Lautstärkeangaben des Herstellers lediglich auf die niedrigste Stufe des Luftreinigers.

Bedienung und Ausstattung

In der Bedienung ähneln sich die meisten Luftreiniger mehr oder weniger. In der Regel besitzen alle Luftreiniger einen Wahlschalter oder Wahltasten für die Leistungsstufe. Darüber hinaus besitzen einige Modelle einen Timer für den zeitgesteuerten Einsatz. 

Noch komfortabler präsentieren sich Luftreiniger, welche sich über das WLAN mit einer App steuern lassen. Diese Art von Fernbedienung oder Fernsteuerung hat nahezu keine Einschränkung in der Reichweite, insofern das Smartphone oder Tablet Zugriff auf das Internet hat. Ebenfalls im Test mit Luftreinigern fielen mir Modelle positiv auf, welche die Luftqualität messen oder einen nötigen Filterwechsel signalisieren.

Premium Luftreiniger lassen sich über WLAN mit einer App steuern. Dies ist sehr praktisch.

Worauf müssen Raucher bei Luftreinigern achten?

Luftreiniger gegen Rauchgeruch

Beim Kauf von einem Luftreiniger gegen Rauchgeruch gibt es verschiedene Faktoren zu beachten.

In meinen Tests zeigen sich nur Luftreiniger mit Aktivkohlefilter der Beseitigung von Zigarettenrauch gewachsen. Eine wirkungsvolle Entlastung erfahren die Kohlefilter durch HEPA-Filter. Sonst wären die Filterwechselintervalle zu kurz und es würde sehr teuer für den Nutzer.

Ein Ionisator vermag ebenfalls die Raumluft zu verbessern. Jedoch gibt es Ionisatoren, welche Ozon in der Raumluft bilden. Bei Zigarettenrauch in der Luft verbindet sich das Ozon mit dem Nikotin zu Aerosolen, welche sehr weit in die entlegensten Lungenbläschen vordringen. Das trifft zwar nicht auf alle Ionisatoren zu, aber es fehlt ihnen auch am nötigen Luftdurchsatzvermögen. Deswegen halte ich Luftreiniger ohne Ionisatoren für sicherer und leistungsfähiger. Erfahre hier mehr über die Gefährlichkeit von Ozon beim Luftreinigern.

Schon wegen der Lautstärke und möglicher Reserven halte ich es für sinnvoll, Luftreiniger mit überdimensionierter Leistung einzusetzen. Bei Rauchern trifft das noch mehr zu, da hier Zeit ein wichtiger Faktor ist. Wird beim Rauchen in einem Raum Rauch freigesetzt, wird er sich mit der Zeit an allen Wänden und Möbeln absetzen. Effektiv ist es daher, den Rauch so schnell wie möglich in der Aktivkohle zu binden. Dazu sollte das Volumen der Raumluft kurzzeitig 3- bis 4-mal pro Stunde durch den Luftreiniger gesaugt werden (Luftdurchsatzmenge zur Raumgröße beachten).

Steht ein Luftreiniger in einem separaten Raucherzimmer, ist die Geräuschentwicklung zwar wichtig, aber kein primäres Kaufargument. Das ändert sich, wenn Luftreiniger in anderen Räumen ihren Dienst verrichten, besonders nachts. Dann gilt es auf die Angabe des Betriebsgeräuschs in „Dezibel“ zu achten. Umso mehr Dezibel angegeben sind, umso lauter ist der Luftreiniger. In diesem Zusammenhang ist die jeweilige Leistungsstufe zu beachten. Am lautesten ist die höchste Stufe!

Nichtraucher profitieren ebenfalls von der Anschaffung guter Luftreiniger. Zwar geht es ihnen nicht um die Beseitigung von Zigarettenrauch, aber es werden auch viele andere unangenehmen Substanzen gefiltert. Für normalen Hausstaub lohnt sich ein Luftreiniger mit Aktivfilterkohle jedoch nicht. Hausstaub wird schon von dem Vorfilter und der zweiten Filterstufe (HEPA-Filter) wirkungsvoll zurückgehalten. 

Passe bei einem Kauf von einem Ionisator gut auf. Die meisten Produkte produzieren nämlich Ozon, welches zusammen mit Nikotin sehr schädliche Aerosolen bildet. Für Raucher ist also eher der Kauf eines „normalen“, aber überdurchschnittlich starken Luftreinigers, sinnvoll.

Passivrauchen in einer ehemaligen Raucherwohnung

Übrigens kann man auch Passivraucher sein, selbst wenn kein Raucher in der Wohnung ist. Wer in einen ehemaligen Raucherraum einzieht, wird auch die Auswirkungen des vergangenen Zigarettenrauchs merken. So geben auch die Ablagerungen an den Wänden und Decken noch lange krebserregende Stoffe ab. Die Ablagerungen mit Farbe zu versiegeln setzt spezielle Farben (Nikotinsperrfarben) voraus. Selbst bei einer frisch renovierten Wohnung ist also ein Ausgasen der Schadstoffe möglich, wenn nur herkömmliche Farbe verwendet wurde. Lässt der frische Farbgeruch normaler Farben mit der Zeit nach, riecht der Nikotin auf den Wänden auch wieder unangenehm. Hier kann ein Luftreiniger mit Aktivfilterkohle das ungewollte Passivrauchen unterbinden. Besser ist es jedoch auch eine Nikotinsperrfarbe aufzutragen. 

Übrigens habe ich auch gute Erfahrungen mit Luftreiniger im Einsatz gegen unangenehmen Farbgeruch gemacht. Je nach Farbe riecht es nach dem Streichen sehr stark, was sogar unangenehme Kopfschmerzen verursachen kann. Was so streng riecht ist auch bestimmt nicht immer gesund. Damit die Farbgerüche verschwinden, muss die Raumluft mit einem Aktivkohlefilter gefiltert werden.

Selbst wenn nur der Vorbesitzer in der Wohnung geraucht hat, können die Ablagerungen an Wänden und Decke deine Gesundheit negativ beeinflussen.

Meine Empfehlung 

Raucher sind sich der Gesundheitsrisiken von ihrem Rauchen bewusst (wenn nicht siehe Aufdruck Zigarettenschachtel). Trotzdem müssen sie nicht zusätzlich noch die stärksten Passivraucher sein. Auch die Wohnräume müssen bei Raucher nicht durch Nikotinablagerungen vergilben. Wer auf gute Filtersysteme (Aktivkohlefilter), einen hohen Luftdurchsatz und angemessene Folgekosten achtet, kann mit einem Luftreiniger die Auswirkungen vermindern. Auch der Nichtraucher-Besuch muss nicht zwangsläufig zum Passivrauchen „gezwungen“ werden. Aus diesem Beitrag geht zudem hervor, welche vielen weiteren Vorteile (auch für Raucher) effektive Luftreiniger haben. Doch Luftreiniger machen nicht nur für die eigene Wohnung sind. Auch Luftreiniger für das Auto können vor Allem bei Rauchern sehr sinnvoll sein.

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