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Welche Gefahren bringt ein Aroma Diffuser mit sich?

Grundsätzlich sollen Aroma Diffusoren unserem Wohlbefinden und der Gesundheit dienen. Bei richtiger Anwendung tun sie das auch (hier kommst du zu einem Artikel über die Aromatherapie). Aber ist gibt einige Faktoren, welche vor der Benutzung abgeklärt sein sollten, sowie auch nicht jeder einen Aroma Diffusor richtig benutzt. Welche Gefahren von einem Aroma Diffuser ausgehen können, erkläre einmal genau.

Aroma Diffuser Gefahren

Der richtige Einsatzzweck

Im Prinzip hat erfüllt ein Aroma Diffusor zwei Aufgaben – die Befeuchtung und Beduftung der Raumluft. Einige Modelle fungieren noch zudem als Nachtlicht, was aber keine primäre Eigenschaft der Aroma Diffusoren ist. Schauen wir uns die Verneblung von Wasser und Aromaölen etwas genauer an.

Die Verneblung von Wasser

Aroma Diffusoren besitzen einen kleinen Wassertank, indem Wasser und auf Wunsch das Aromaöl gegeben wird. Die Aroma Diffusoren arbeiten mit einem Ultraschall erzeugenden Piezo-Elementen, welche unter hoher Schallfrequenz (Ultraschall) das Wasser mit oder ohne Aromaöl vernebeln. Dadurch reichert sich die Raumluft mit Feuchtigkeit an (die relative Luftfeuchtigkeit steigt). Das ist eine sehr wichtige Eigenschaft, wenn zum Beispiel im Winter unsere Raumluft durch die trockene Heizungsluft ausgetrocknet wird. Trockene Raumluft sorgt für eine Austrocknung der Schleimhäute. So haben es Bakterien und Viren leichter, in unseren Körper einzudringen.

Besteht jedoch kein Bedarf an einer zusätzlichen Befeuchtung der Raumluft, weil die Luftfeuchtigkeit bereits hoch genug ist, verschlechtert der Aroma Diffusor die Raumluft. Sie wird überfeuchtet, was im Extremfall zu einer Schimmelbildung führen kann. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte also mit einem Hygrometer geprüft werden, bevor durch den Aroma Diffuser die Gefahr der Überfeuchtung entsteht. 

Das Wasser im Tank besitzt leider auch seine Tücken, unabhängig der vorhandenen Luftfeuchtigkeit. Bei längeren Standzeiten bilden sich in dem Wasser schnell Bakterien und Keime. Deswegen ist es auch nicht gut, einen Aroma Diffuser mit besonders großem Tank zu kaufen, damit man sich die Nachfüllintervalle reduzieren kann. Durch die höhere Füllmenge verlängert sich die Standzeit des Wassers (abgestandenes Wasser). Bei der Verneblung werden dann die Bakterien und Keime mit dem Nebel in die Raumluft transportiert. Erfahre hier mehr über die Verteilung von Bakterien durch einen Vernebler.

Das Wasser nehmen die meisten Benutzer von Aroma Diffusoren einfach aus der Wasserleitung – das ist einfach und billig. Bei Leitungswasser besteht jedoch die Gefahr für Aroma Diffuser darin, dass Leitungswasser oft einen mittleren bis hohen Kalkanteil besitzt (Wasserhärte). Dieser Kalk setzt sich in den Aroma Diffusern ab, wodurch die Gefahr einer Beschädigung für das Piezo-Element entsteht. Zudem kann es schon vorher bei der Verneblung zu Störungen und einem Nachlassen der Befeuchtungsleistung kommen.

Die Vernebelung von Aromaaöl

Aromaöl Verneblung

Achte bei der Verneblung von Aromaöl auf eine geeignete Dosierung!

Aromaöle kennen viele von Duftlampen, finden aber auch bei Aroma Diffusoren Anwendung. Es gibt eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Aromaölen, welche nicht für jeden bedenkenlos zu empfehlen sind. Einige Duftstoffe (wie zum Beispiel Eukalyptusöl) sind genau auf Verträglichkeit zu prüfen. Eukalyptus wirkt in hoher Konzentration zum Beispiel toxisch. Dass Koala Bären Eukalyptus fressen, bedeutet nicht, das Eukalyptusöl ungiftig ist. Bei folgenden Aromaölen ist Vorsicht angeraten, und genau auf die Dosieranweisung zu achten:

  • Orangen-/Zitronenschalenöl
  • Teebaumöl
  • Nelkenöl
  • Terpentinöl

Noch giftiger sind:

  • Kampfer
  • Eukalyptus (Cineol) 
  • Pfefferminzöl (Menthol)

Bei falscher Dosierung geht eine Gefahr von dem Aroma Diffuser aus. Bei richtiger Dosierung können sie jedoch hilfreich sein. Einige Menschen reagieren zudem auch auf einige Duftstoffe mit allergischen Reaktionen. Die Gefahr geht dabei nicht nur von der Verneblung im Aroma Diffuser aus. Gelangen Tropfen des Aromaöls auf die Haut einer dagegen allergischen Person, reicht das schon als Allergieauslöser aus.

Auch für Haustiere besteht eine erhöhte Gefahr durch Aroma Diffuser, wenn zum Beispiel ätherische Aromaöle benutzt werden. Durch die geringe Körpergröße reagieren zudem die meisten Haustiere viel intensiver auf die Duftstoffe.

Tipp:

Ich empfehle, bei Haustieren im Haushalt keine ätherischen Aromaöle zu verwenden. Sollen die Duftstoffe für eine Aromatherapie genutzt werden, empfehle ich die Haustiere während der Therapiezeit aus dem Raum auszusperren und anschließend gut zu lüften.

Wie lassen sich die Gefahren bei Aroma Diffuser verringern?

Einige Regeln helfen den Umgang mit einem Diffuser auch, ohne Gefahr zu ermöglichen. An erster Stelle muss immer die Gebrauchsanweisung genau befolgt werden. Bei ausländischen Produkten ist jedoch nicht immer auch eine deutsche Anleitung dabei. Kostenlose online Übersetzungsprogramme aus dem Internet helfen, sind aber auch nicht immer fehlerfrei. 

Das Gleiche gilt auch für die Beipackzettel der Aromaöle. Es ist unbedingt auf die Dosierung und Warnhinweise zu achten. In der Regel steht bei fast allen Aromaölen, dass ein Hautkontakt oder Augenkontakt zu vermeiden ist. Geschieht es doch einmal sofort mit viel klarem Wasser aus- bzw. abspülen. Tritt keine Linderung ein, sofort den Arzt aufsuchen. Das Aromaöl dann bitte mitnehmen.

Alles zum Aromaöl gesagte trifft auch auf Parfümöle oder ölige Duftstoffe für Duftlampen zu. Bei Duftlampen mit Kerzen besteht zudem die Gefahr, dass die Öle zu heiß werden oder verbrennen und sich krebserregende Stoffe verbreiten.

Wichtig ist für Aroma Diffuser, dass die Öle auch wasserlöslich sind. Mit dem Wasser werden sie verdünnt und verteilen sich im Tank. Sind die Aroma- oder Parfümöle nicht wasserlöslich, konzentrieren sie sich an der Wasseroberfläche. Dadurch kommt es zu sehr unterschiedlichen Konzentrationen bei der Vernebelung. Die Dosierung wird dann erst zu schwach und später viel zu hoch sein. 

Wartung und Pflege

Aroma Diffuser Wartung

Durch eine richtige Pflege und Wartung eines Aroma Diffusers kannst du unnötige Gefahrenquellen (Keime und co.) vermeiden.

Um Bakterien und Keime im Wasser zu vermeiden, muss täglich das alte Wasser entfernt werden und neues Wasser ist einzufüllen. Alle zwei Tage sollte der Diffusor zudem gereinigt werden (ein paar Tropfen Spülmittel). Zeigen sich schon vorher glitschige Ablagerungen, entsprechend die Reinigungsintervalle verkürzen. Vorsicht bei dem Piezo-Element. Dieses darf nur behutsam mit einem Wattestäbchen und etwas Kalklöser (notfalls auch Essig) gereinigt werden.

Um der Gefahr von Bakterien und Keimen direkt vorzubeugen, kann auch dem Wasser ein Hygienemittel zugesetzt werden (nur Hygienemittel verwenden, welches explizit für Aroma Diffuser gedacht ist). Oft ist darin auch schon ein Entkalkungsmittel enthalten. Denn sonst muss der Diffusor auch regelmäßig entkalkt werden (Herstellerangaben beachten). 

Alternativ zur Entkalkung kann auch destilliertes Wasser benutzt werden. Darin ist kein Kalk mehr enthalten, was noch einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Der Kalk von Leitungswasser setzt sich nicht nur im Diffusor ab, sondern wird durch die Ultraschalltechnologie mit dem Wasserdampf vernebelt. Oft zeigen sich nahe dem Diffusor matte, weiße Ablagerungen am Boden oder Möbel. Das ist der Kalk, der nach der Verdunstung des Wassers sichtbar wird. Holzböden oder Holzmöbel nehmen durch den Kalk Schaden, welcher dann auch schwer zu entfernen ist. Auch der genaue Aufstellungsort muss also bedacht werden. Destilliertes Wasser wäre eine gute Lösung, erhöht aber die Folgekosten.

Aroma Diffuser und Haustiere

Befinden sich Haustiere wie zum Beispiel Katzen im Haushalt, gilt besondere Vorsicht und Umsicht. Einige Aromaöle reizen die Schleimhäute und Atemwege der Tiere. Stehen Aroma Diffusoren auf dem Boden, schlägt sich der Wasserdampf oft auch in der Nähe des Diffusors auf den Boden nieder. Vorsicht das die Haustiere ihn nicht auflecken, wenn außer Wasser auch zur Beduftung Öle zugesetzt sind.

Genauso verhält es sich, wenn ein Diffusor umgestoßen wird und ausläuft. Er benötigt einen sicheren Stand. Kinder sollten ebenfalls nicht damit spielen können. Bei der Dosierung darf nie überdosiert werden. Oft ist es sogar sinnvoller, erst eine verdünnte Dosierung zu testen – also weniger Tropfen auf die Füllmenge Wasser geben (vor allem bei ätherischen Ölen). Hier erfährst du mehr über die Diffuser und Haustiere.

Tipp:

Bei der Aufstellung ist nicht nur der mögliche Kalkniederschlag zu beachten, sondern auch destilliertes Wasser kann schaden, wenn Holzböden oder Möbel feucht werden.

Meine Empfehlungen zur Gefahr durch Aroma Diffuser

Aroma Diffusoren sind sehr nützliche Geräte, welche ich in meinem Haushalt nicht mehr missen möchte. Sie befreien meine Atemwege, wobei es auf das Aromaöl ankommt. Die Befeuchtung der Raumluft ist zudem gut für die Schleimhäute, vor allem im Winter. Bei den Ölen, welche ich vernebeln möchte, ist eine gute Qualität sehr wichtig. Auch da gibt es große Unterschiede. 

Wer Haustiere besitzt und ätherische Öle vernebelt, sollte sehr sorgfältig auf die Tiere achten. Werden die Tiere unruhig oder verlassen fluchtartig den Raum, schadet es ihnen. Besser ist, sie vom Diffusor fernzuhalten. Auch wenn nur Wasser vernebelt wird, können Haustiere Panik bekommen. Schuld daran kann das Gehör der Tiere sein, welche viel höhere Frequenzen als Menschen wahrnehmen. Auch wenn die Ultraschalltechnologie sehr hohe Frequenzen erzeugt, können durch Resonanz niedrigere Frequenzen entstehen. Wir hören sie dann vielleicht nicht, aber die Tiere. 

Es gibt auch Aromaöle, welche für andere Geräte gedacht sind und ohne Wasser funktionieren. Diese bitte nicht mit Diffusor Ölen verwechseln, da sie oft nicht wasserlöslich sind. Aroma Diffusoren benötigen Öl, das wasserlöslich ist, damit es sich auch verteilt.

Wird Aromaöl in den Wassertank gegeben, ist die Füllmenge vorher zu prüfen. Ist der Tank nur halbvoll, darf nur die Hälfte der Dosierung hinein. 

Brummen Diffusoren, kann eine weiche Unterlage das möglicherweise abstellen.



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